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NOT IN ENGLISH AVAILABLE: Asset-Liability-Management für Institutionelle Anleger

Intensiv-Workshop

Übersicht

Während die klassischen Ansätze zur Optimierung der strategischen Asset Allocation die Verpflichtungen („Liabilities“) des Investors vernachlässigen, werden diese im Rahmen eines modernen Asset-Liability-Managements explizit in das Optimierungskalkül einbezogen. Dabei gilt es die individuellen Rahmenbedingungen des Anlegers (wie z.B. Zinsverpflichtungen, die Höhe und der Zeitpunkt der Auszahlungsverpflichtungen oder etwaige Nachschussregelungen) passgenau im Rahmen der Modellierung zu berücksichtigen. Ein moderner Asset-Liability-Management-Ansatz berücksichtigt dabei die mehrperiodigen Abhängigkeiten der verschiedenen Einflussgrößen und liefert dem Anleger mittels Simulationen ein detailliertes Bild im Hinblick auf den Zielreichungsgrad potenzieller Allokationsalternativen. Ziel dieses UHLENBRUCH Seminars ist es, die modernen Verfahren einer ALM-basierten Steuerung der Asset Allocation zu erläutern und diese Ansätze im Rahmen praktischer PC-Fallstudien zu veranschaulichen. Schwerpunkt sind hier nicht Fragen des Liquditätsmanagements, sondern vielmehr das Management komplexer passivseitiger Anforderungen.

Inhalte

1. Seminartag

Fachliche Leitung: Nils Dennstedt / Dr. Robert Härtl

Asset-Liability-Management: Grundverständnis und Anforderungen an eine professionelle Planung und Optimierung

  • Warum Asset-Liability-Management? Wie Verpflichtungen die Asset Allocation beeinflussen können
  • Asset-Liability-Management als elementarer Bestandteil der unternehmerischen Steuerung
  • Anforderungen an strukturierte Planungs-, Optimierungs- und Risikoprozesse
  • Die wesentlichen Phasen eines Asset-Liability-Management-Prozesses von der Zielbildung bis zur Optimierung

Ziele und Rahmenbedingungen einer ALM-Studie: Wege und Irrwege

  • Das (fast unendliche) Universum an Zielsetzungen der beteiligten Stakeholder
  • Anforderungen der Asset- und der Liability-Seite: Wie passen die zusammen?
  • Welche rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen existieren und wie sind sie zu beachten?
  • Welches sind die Kriterien für die Zusammenstellung eines Anlageuniversums?
  • Wie vermeide ich Redundanzen in der Auswahl von Assetklassen?

Anforderungen, Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen von Szenarioanalysen

  • Motivation von Szenarioanalysen
  • Aufbau von Szenarioräumen
  • Definition der gewünschten Eigenschaften von Szenarioräumen (Kalibrierungsziele)
  • Besonderheiten der Szenarioerzeugung auf Aktiv- und Passivseite
  • Die Auswertung von Einzelszenarios aus Sicht eines Versicherungsunternehmens oder eines bAV-Anbieters


2. Seminartag

Fachliche Leitung: Nils Dennstedt / Robert Härtl

Simulation und Optimierung

  • Erzeugung von Szenarios zur Anwendung in Monte-Carlo-Simulationen
  • Cholesky-Zerlegung zur Integration von Korrelationen mit Fallstudie
  • Simulationsmodell mit Entscheidungsregel zur Auswertung der Ist-Situation
  • Der einfachste Optimierungsansatz: Markowitz
  • Optimierungsmöglichkeiten im Rahmen des Simulationsmodelle

ExcelTM-Fallstudien:
- Erzeugung von Kapitalmarktszenarios
- Simulation und Optimierung in verschiedenen Ausbaustufen

Mehrwert von ALM-Analysen für die Steuerung eines Unternehmens

  • Fallstudie: vereinfachter Simulationsansatz zur Ableitung von Risikokapitalbedarf
  • Übergang von HGB-Bilanzierung auf eine ökonomische Bilanz - was passiert auf beiden Seiten der Bilanz?
  • Welche Handlungsoptionen hat ein Versicherungsnehmer / Kunde der betrieblichen Altersversorgung und welche Entscheidungsoptionen liegen beim Versicherungs-/Trägerunternehmen?
  • Warum sind ökonomische Bilanz und interne Modelle unter Solvency II sinnvoll?


Zielgruppe

Dieses UHLENBRUCH Seminar richtet sich besonders an Mitarbeiter von Kapitalanlagegesellschaften, Banken, Versicherungen und institutionellen Anlegern, die in den Bereichen Asset Allocation, Fondsmanagement, private und institutionelle Vermögensverwaltung, Investment-Controlling, Treasury, Research, Marketing und Kundenbetreuung tätig sind. Er ist besonders für Personen konzipiert, die sich im beruflichen Umfeld bereits eingehender mit Fragen des Asset-Liability-Managements beschäftigen oder dies zukünftig tun wollen.

Speaker

Nils Dennstedt
Nils Dennstedt

Nils Dennstedt ist bei der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG als Verantwortlicher Aktuar und Leiter des Aktuariats sowie des Produktmanagements tätig. Neben der versicherungstechnischen Rechnungslegung liegen die weiteren Schwerpunkte auf Prognosemodellen und der Produktentwicklung und Vermarktung. Bis Mitte 2007 war er in verschiedenen Funktionen in der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG beschäftigt, ab 2003 u. a. zuständig für Interne Modelle und Aktuarielles Controlling. Seit 2000 ist Herr Dennstedt Mitglied in der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Er ist Mitglied in DAV-Ausschüssen (u.a. Enterprise Risk Management) und Arbeitsgruppen, die Arbeitsgruppe zur Standardformel Leben wird von ihm seit Ende 2013 geleitet. Als Dozent für die DAA ist er u. a. in der Ausbildung zum Aktuar und verschiedenen Fachseminaren tätig.

Dr. Robert Härtl
Dr. Robert Härtl

Dr. Robert Härtl arbeitet seit 2005 als Berater bei der PROTINUS Beratungsgesellschaft. Herr Dr. Härtl hat sich nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung der Universität München mit verschiedenen Aspekten der Kapitalmärkte und Kapitalanlage beschäftigt. Für die PROTINUS ist er in Rahmen von ALM-Studien in Projekten beratend tätig. Er ist Spezialist für die kapitalmarktnahen und fundamentalwirtschaftlichen Themen innerhalb der ALM-Projekte und ist verantwortlich für den Bereich Szenarioräume.

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