Reihe "Financial Research", Band 1Moderne Konzepte der Finanzanalyse
 |
Markthypothesen, Renditegenerierungsprozesse und Modellierungswerkzeuge
von Matthias Kerling 532 Seiten, 1998 EUR 59,- inkl. MwSt. und Versand ISBN 978-3-933207-00-5
 |


Warum ist dieses Buch für Sie wichtig?
Neben alternativen Verteilungs- und Markthypothesen werden in dem Buch von Matthias Kerling vom SchmidtBank Research zahlreiche klassische Verfahren der Ökonometrie und moderne Ansätze der Finanzanalyse diskutiert.
Schlagworte sind zum Beispiel Biased Random Walk und Long Memory Effekte, Chaos und Fraktale, Kointegration und Fehlerkorrektur, Nichtlinearität und Neuronale Netze. Der Verfasser beschränkt sich allerdings nicht auf die blose Diskussion der einzelnen Ansätze. Vielmehr ordnet er sie in die klassischen Modellwelten ein, stellt Querverbindungen her, zeigt wie die einzelnen Verfahren aufeinander aufbauen und wie mit ihrer Komplexität ihre Leistungsfähigkeit, aber auch ihre Anwendungsproblematik steigt. Auf Grund dieses Trade-offs werden nicht nur unterschiedliche Lösungsstrategien für einzelne Werkzeuge diskutiert, sondern auf Basis der Erkenntnisse der Ingenieurwissenschaften und der Systementwicklung ein Phasenmodell vorgestellt, das eine datengetriebene Modellentwicklung unterstützt, die unterschiedlichsten Analyse- und Modellierungswerkzeuge in einem einheitlichem Konzept integriert und einen logisch aufeinander aufbauenden Entwicklungsprozess verfolgt. Die Problemadäquanz und das Kosten-Nutzen-Verhältnis sind die Steuerungsparameter dieser evolutionären Form der Finanzanalyse.
So urteilt die Fachwelt:
"Die theoretische wie empirische Diskussion um die Entwicklung und Anwendung angemessener Modelle zur Erklärung und Prognose des Finanzmarktgeschehens ist in erstaunlichem Maße durch "Glaubenskriege", also durch Vorurteile vor einer fundierten wissenschaflichen Klärung, geprägt. Zum einen wird, mit Hinweis auf die Markteffizienzthese, generell die Sinnhaftigkeit von Prognosemodellen bestritten, zum andern werden jeweils spezifische Renditegenerierungsprozesse als offenbar unzutreffend verworfen bzw. andere als einzig sinnvolle propagiert. Vor allem die Frage, ob lineare oder nichtlineare Modelle die Finanzmarktentwicklung adäquater beschreiben, hat in jüngerer Zeit Kontroversen ausgelöst. Die Arbeit von Matthias Kerling greift hier ein, stellt scheinbar gesicherte theoretische Positionen in Frage, wirkt vermittelnd und weist Wege der weiteren Entwicklung. Sein Ansatz ist damit zugleich theoretisch aufklärerisch wie pragmatisch gestalterisch."
Prof. Dr. Heinz Rehkugler 



Inhaltsübersicht1 Einleitung und Überblick 3
1.1. Kapitalmarkthypothese und Finanzanalyse 1 1.2. Aktuelle Tendenzen und Entwicklungen im Bereich der Finanzanalyse 3 1.3. Integration linearer und nichtlinearer Finanzanalyse 6 1.4. Aufgabenstellung und Gang der Arbeit 7
2 Random Walk und Informationseffizienzhypothese 11
2.1. White Noise, Random Walk, Wiener Prozess und Brownsche Bewegung 11 2.2. Die Informationseffizienshypothese 16
3 Empirisch beobachtete Eigenschaften finanzwirtschaftlicher Zeitreihen 27
3.1. Verteilungs- und Skalierungseigenschaften 28 3.2. Noah-Effekt, Volatility-Clustering und Heteroskedastizität 45 3.3. Unendliche Varianz 49 3.4. Joseph-Effekt, Trends und Zyklen 53 3.5. Die Annahme der Unabhängigkeit - Traditionelle Analyse- und Testverfahren 57
4 Alternative Verteilungsmodelle und Markthypothesen 71
4.1. Stabile Paretoverteilungen und die Hypothese Fraktaler Märkte 73 4.2. Mischverteilungsmodelle und die Hypothese kohärenter Märkte 135
5 Renditegenerierungsprozesse und finanzanalytische Modelle 187
5.1. Renditegenerierungsprozesse 188 5.2. Differenzierungsmerkmale finanzanalytischer Modelle 194 5.3. Ausgewählte zeitriehenanalytische Modelle 199 5.4. Ausgewählte Modelle der Fundamentalanalyse 265 5.5. Zusammenfassung
6 Neuronale Netze - Das universelle Modellierungswerkzeug der Finanzanalyse? 281
6.1. Interpretationsformen Neuronaler Netze 285 6.2. Das Multilayer Perceptron 310 6.3. Die Anwendungsproblematik Neuronaler Netzwerke am Beispiel des MLP 325 6.4. Zusammenfassung 428
7 Evolutionäre Finanzanalyse 431
7.1. Lineare und Nichtlineare Finanzanalyse - Integration statt Konkurrenz 432 7.2. Der Nutzen evolutionärer Finanzanalyse 456 7.3. Fazit und Ausblick 457
Literaturverzeichnis 471
Stichwortverzeichnis 499
|