
 |
Behavioral Finance Neue Forschungsansätze und ihre Umsetzung im aktiven Portfoliomanagement 7. und 8. September 2010
 |

 |

Warum dieser Intensivkurs für Sie wichtig ist: Dieser Intensivkurs bietet Ihnen einen praxisorientierten Überblick über die neuesten Erkenntnisse der Forschungsrichtung Behavioral Finance und ihre Nutzung im Portfoliomanagement. Profitieren Sie jetzt von vielen neuen Ideen für das aktive Wertpapiermanagement und die Beratung institutioneller sowie privater Investoren.
"Behavioral Finance" steht für verhaltensorientierte Ansätze zur Analyse und Bewertung von Assets. Dabei werden psychologische Erkenntnisse bei der Beurteilung von Anlageentscheidungen berücksichtigt. Während die in der Praxis verankerten klassischen Ansätze zur Asset Allocation (Markowitz), Risikoanalyse (Sharpe) und Portfoliooptimierung (Rosenberg) vom „homo oeconomicus“ ausgehen, handeln die Akteure in der Realität vielfach irrational: Die eigenen Fähigkeiten werden systematisch überschätzt, die Reaktionen auf „kursrelevante" Tatsachen sind von Übertreibungen gekennzeichnet, und die Marktteilnehmer neigen in vielen Situationen zu konformem Verhalten (sog. Herdentrieb).
Diese Irrationalitäten werden von den Behavioral Finance-Ansätzen aufgegriffen und interdisziplinär untersucht. Viele Phänomene der Kapitalmärkte lassen sich damit besser verstehen und im Portfoliomanagement ertragsteigernd nutzen. 
 |

Kursinhalt1. SeminartagTheoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsentwicklungen  | Was ist Behavioral Finance?
|  | Der rationale Investor in der klassischen Entscheidungstheorie: Mean-Variance-Optimierung und Erwartungsnutzenmaximierung
|  | Irrationale Verhaltensmuster zur Erklärung realer Entscheidungen: Die Prospect Theory
|  | Welchen Einfluss haben Zeitpräferenzen auf Entscheidungen?
|  | Behavioral Biases: Was sind typische Verhaltensfehler und ihre Folgen?
|  | Ein kurzer Blick in die Zukunft: Neurofinance – was können wir aus der Hirnforschung und der Psychologie lernen? |
Mit Übungen und Experimenten wird gestestet, inwieweit Behavioral Biases bei den Teilnehmern selbst existieren und wie sich diese überwinden lassen.
Strukturierte Vermögensverwaltung mit Behavioral Finance  | Anlageberatung und Investitionsentscheidungen bei institutionellen Anlegern: Was lässt sich aus der Behavioral Finance lernen?
|  | Representativeness Bias, Information Processing Bias und andere systematische Fehler im Rahmen des Anlageentscheidungsprozesses
|  | Welche systematischen Verhaltensfehler gilt es zu bekämpfen, welche können im Portfoliomanagement genutzt werden?
|  | Können Gruppen besser entscheiden als das Individuum? Was sind die Erfolgfaktoren?
|  | Verminderung/Vermeidung der Folgen von Behavioral Biases durch strukturierte Portfoliomanagement-Prozesse
|  | Wie gelingt der Aufbau eines strukturierten Portfoliomanagement-Prozesses? |
Fallstudien aus der Praxis veranschaulichen, wie Behavioral Finance zum Verständnis und zur Verbesserung von Investitionsentscheidungen beiträgt
Behavioral Finance als Instrument zur maßgeschneiderten Portfolioallokation  | Definition des (Kunden-)Risikoprofils mit Hilfe von Behavioral Finance-Ansätzen
|  | Welches sind die maßgeblichen Kriterien für die Bestimmung des Risikoprofils?
|  | Risk Profiling: Wie wird die Portfolioallokation aus dem Risikoprofil abgeleitet?
|  | Wie erfolgt die Umsetzung in der Anlageberatung und im Portfoliomanagement?
|  | Behavioral Finance als Erklärungsfaktor für die Konzeption strukturierter Produkte |
Anhand von Computerprogrammen zum Risk Profiling wird demonstriert wie maßgeschneiderte Portfolios in der Praxis erreicht werden können. 
2. SeminartagKapitalmarktgeschehen und Erklärungsgrenzen der herkömmlichen Kapitalmarkttheorie  | Wo sind die Grenzen der modernen „Standard-Kapitalmarkttheorie“?
|  | Was sind die Einflussfaktoren für die Entstehung von Marktanomalien?
|  | Informationsverarbeitung an börslich organisierten Märkten: Grenzen der Arbitrage und Marktreaktionen auf Medienereignisse
|  | Welchen Einfluss haben Wertpapieranalysten auf Aktienkurse?
|  | Wie gut ist die Prognosequalität von Wertpapieranalysten und wie lassen sich Prognosefehler systematisch ausbeuten?
|  | Beispiele für Über- und Unterreaktionen am Kapitalmarkt |
Fallstudie: Eine kleine Umfrage zur Renditeerwartung bei sechs MDAX-Werten
Behavioral Finance-basierte (antizyklische) Regeln für das aktive Management  | Welche Behavioral Finance-basierte Anlagestrategien haben sich in den letzten Jahrzehnten bewährt?
|  | Wie kann man am Momentum-Effekt partizipieren?
|  | Eignen sich historische Kurssprünge als Kauf-/Verkaufssignale?
|  | Was sind die Einflussfaktoren für die Risikowahrnehmung von Marktteilnehmen, welche Kursreaktionen resultieren hieraus und wie kann man im Portfoliomanagement davon profitieren?
|  | Wie lassen sich Kursreaktionen aufgrund der systematischen Verzerrung von Risiken ausnutzen?
|  | Wie schwarz sind schwarze Schwäne? |
Praxisstudie: Behavioral Finance-Publikumsfonds: Welche Investmentansätze waren in der Praxis erfolgreich?
Erfahrungsbericht nach 10 Jahren Behavioral Finance  | Ist Behavioral Finance eine Modethema oder ein nachhaltiger Performancetreiber?
|  | Welche Fehler gilt es bei der Umsetzung der Behavioral Finance im Portfoliomanagement unbedingt zu vermeiden?
|  | Welche Behavioral Finance-Faktoren besitzen für europäische Aktien die größte Prognosekraft?
|  | Behavioral Finance in der Finanzkrise: Welche Faktoren haben funktioniert, welche nicht?
|  | Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für die systematische Verarbeitung von Kapitalmarktdaten in Phasen eines Strukturbruchs? |


|