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Asset Liability Management für Pensionskassen und andere Einrichtungen der bAV

Kompaktkurs

Übersicht

Die schon seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase stellt Pensionskassen und anderen Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) vor besondere Probleme bei der Finanzierung ihrer Verpflichtungen. Bei Pensionskassen ist für die Entwicklung der strategischen Anlagepolitik deswegen bereits aufsichtsrechtlich die Durchführung eines sog. Asset Liability Managements vorgeschrieben. Im Rahmen des Asset Liabilty Managements wird eine simultane Modellierung und Prognose der Kapitalanlagen und Verpflichtungen vorgenommen, um die Anlagepolitik optimal auf die Entwicklung der Verpflichtungen abstimmen zu können.

Ziel dieses UHLENBRUCH Seminars ist es, die modernen Verfahren des Asset Liability Managements unter besonderer Berücksichtigung der Modellierung der Aktiv- und Passivseite darzustellen. Im Rahmen einer Fallstudie wird die konkrete Vorgehensweise aufgezeigt, mögliche Fallstricke werden dargestellt und mittels Sensitivitätsanalysen werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Inhalte

Fachliche Leitung: Dr. Kerstin Löffler

Grundlegende Aspekte /Grundsatzfragen des Asset Liability Managements in der bAV

  • Welche rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen existieren und wie sind sie zu beachten?
  • Besonderheiten der Kapitalanlage in der bAV – Wie sieht eine typische Anlagestruktur aus?
  • Welche Interdependenzen bestehen zwischen Assets und Liabilities?
  • Konsequenzen für Unternehmensentscheidungen

Konzeption des ALM-Prozesses

  • Die wesentlichen Phasen des ALM-Prozesses
  • Festlegung der Zielgrößen als wichtigster Baustein
  • Welches sind die relevanten Steuerungsgrößen im ALM?
  • Simulation der zukünftigen Entwicklung der Aktiv- und Passivseite

Methoden des ALM

  • Wie können Matching- und Immunisierungsstrategien angewendet werden?
  • Cash-Flow-Matching vs. Duration-Matching
  • Szenario-Analysen für eine ganzheitliche Betrachtungsweise
  • Welche Kennzahlen und Risikomaße sind bei der Auswertung relevant?

Fallstudie: Stress-Test einer Pensionskasse

  • Modellierung der Verpflichtungen und der Kapitalmarktentwicklung
  • Welche Szenarien und Handlungsalternativen sollten analysiert werden?
  • Zusammenführung in der GuV und Bilanz
  • Analyse der Rendite- und Risikokennzahlen

Zielgruppe

Dieser Intensivkurs richtet sich besonders an Mitarbeiter von Kapitalanlagegesellschaften, Banken, Versicherungen und institutionellen Anlegern, die in den Bereichen Asset Allocation, Fondsmanagement, private und institutionelle Vermögensverwaltung, Investment-Controlling, Treasury, Research, Marketing und Kundenbetreuung tätig sind.

Er ist besonders für Personen konzipiert, die sich im beruflichen Umfeld bisher nur wenig mit Fragen des Asset Liability Managements beschäftigt haben, dies aber zukünftig intensiver tun wollen.

Referenten

Dr. Kerstin Löffler
Dr. Kerstin Löffler

Dr. Kerstin Löffler ist als Aktuarin bei der Uhlmann & Ludewig GmbH, einem Beratungsunternehmen für Fragen der betrieblichen Altersversorgung mit Sitz in Bremen, tätig. Nach einem Studium der Mathematik arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft an der Universität Bremen bei Prof. Dr. Thorsten Poddig. Im Anschluss an ihre Promotion war sie von 2002 bis 2004 als Consultant bei der alpha portfolio advisors GmbH in Bad Soden/Ts. tätig. Ihre Dissertation ist unter dem Titel "Kerndichte- und Kernregressionsschätzungen im Asset Management" im Uhlenbruch Verlag erschienen. Frau Dr. Löffler ist unter dem Namen Dr. Kerstin Petersmeier außerdem Co-Autorin des Lehrbuches „Statistik, Ökonometrie, Optimierung“ (2008).

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