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Risikomanagement für Investmentgesellschaften

Aktuelle aufsichtsrechtliche Entwicklungen und ihre Umsetzung

Übersicht

Am 30.6.2010 hat die Bafin die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften InvMaRisk veröffentlicht. Die Umsetzung der neuen Anforderungen muss bis zum 31.12.2010 erfolgen. Diskutieren Sie mit unseren Referenten über Lösungswege, mögliche Einführungsprobleme und offene Fragen bei der Implementierung in die Praxis.

Nach der Einführung der MaRisk steht auch eine Überarbeitung der Derivateverordnung an. Erfahren Sie aus erster Hand die wichtigsten Änderungen und deren Implikationen für die Praxis.

Podiumsdiskussion
Am Ende des ersten Tages werden die wichtigsten Themenpunkte und aktuelle Fragen der Teilnehmer mit allen Referenten diskutiert.

Inhalte

1. Seminartag

Fachliche Leitung: Dr. André Jäger / Dr. Stephanie Kremer / Dr. Andreas Schmidt-von Rhein

MaRisk für Investmentgesellschaften: Zielsetzung, Anwenderkreis und Intentionen

  • An wen richtet sich das Rundschreiben?
  • Welches sind die relevanten Rechtsgrundlagen?
  • Welche Rechtsgrundlagen gelten nicht (mehr)?
  • Der "Geist" des MaRisk-Rundschreibens:

    • Welches sind die grundsätzlichen Prinzipien?
    • Doppelte Sichtweise: Risken der Sondervermögen vs. Risiken der KAG

Welche sind die Inhalte eines angemessenen Risikomanagementsystems?

  • Zur Abgrenzung der Risiken: Welche sind wesentlich und welche nicht?
  • Die wichtigsten Hinweise zu den Inhalten und zur Darstellung der Risikostrategie
  • Elemente eines angemessenen Risikomanagementsystems
  • Allgemeine und besondere Anforderungen an das Risikomanagement
  • Besondere Anforderungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Investmentvermögen

Die Umsetzung in der Praxis: Aufbau eines effizienten Risikocontrollings

  • Was sind die Aufgaben des Risikocontrollings?
  • Die einzelnen Risikoarten und die operative Gestaltung von Limitsystemen sowie andere Risiken wie Geschäftsrisiken, Reputationsrisiken
  • Der Basisindikatorenansatz von Basel II als Handlungsgrundlage für Investmentgesellschaften?
  • Aufbau, Pflege und Nutzen einer Schadensdatenbank
  • Wie kann die Balance zwischen der Effizienz des Portfoliomanagements und der notwendigen Durchführung und Dokumentation der Kontrollen gewahrt werden?
  • Stresstests, Limitsysteme
  • Strukturierte Produkte, Derivate

Messung und Management von Investmentrisiken nach der neuen Derivateverordnung

  • Warum ist eine neue Derivateverordnung notwendig?
  • Die zentralen Inhalte der europäischen Richtlinie
  • Welche Zielsetzungen hat die neue Derivateverordnung?

Podiumsdiskussion: Quo Vadis, Risk Management?
Die Investmentbranche heute und morgen vor dem Hintergrund veränderter Risikomanagementanforderungen

Die Teilnehmer sind eingeladen, während der Diskussion spontane Fragen zu stellen, aber auch schon im Vorfeld Ihre Fragen an den Verlag zu schicken. 


2. Seminartag

Fachliche Leitung: Dr. André Jäger / Andreas Schmidt-von Rhein

Integration eines KAG-übergreifenden Risikomanagementsystems

  • Aufsichtsrechtliche Anforderungen für Nicht-KAGen im Asset Management-Bereich
  • Welche Bereiche sind betroffen, und wie ist eine effiziente Kommunikation sicherzustellen?
  • Ansatz für ein integriertes Risikomanagement
  • Lessons Learned: Welche Fehler sind unbedingt zu vermeiden

Praktische Ausgestaltung eines Liquiditätsrisikomanagements

  • Welche Schwächen der bestehenden Systeme wurden in der Finanzkrise offensichtlich?
  • Definition des Liquiditätsrisikos
  • Welche Kriterien eignen sich zur Messung des Liquiditätsrisikos?
  • Alternative Vorgehensweise: BVI-Standardansatz vs. internes Modell und Tipps für die Umsetzung
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die zukünftige Portfoliostrukturierung?

Management von Outsourcing-Mandaten

  • Outsourcing von Tätigkeiten: Wo ist dies gesetzlich möglich, wo sind die Grenzen?
  • Die Mindestanforderungen an ein Outsourcing
  • K.O.-Kriterien, die ein Outsourcing verhindern
  • Notwendige Prüfkriterien und professionelle Ausgestaltung eines Due Diligence-Prozesses
  • Insourcing: Gestaltung des Risk Controllings beim outsourcenden Unternehmen

Ablauforganisatorische Gestaltung eines "Neue Produkte-Prozesses"

  • Definitorische Abgrenzung: Wann liegt überhaupt ein neues Produkt vor?
  • Welches sind die Kriterien, anhand derer ein neues Produkt beurteilt wird?
  • Welche Anforderungen bezüglich des Risikos muss ein neues Produkt erfüllen?
  • Sachgemäße Strukturierung des Prüfungs- und Entscheidungsprozesses als entscheidende Voraussetzung für ein risikoadäquates Ergebnis

Eligible Assets: Systematisierung des Entscheidungsablaufs/Fallstudien

  • Hintergrund der CESR Richtlinie 2007/16/EG
  • Entscheidungsbaum Wertpapierprüfung
  • FAQ Eligible Assets
  • Beispiele

Zielgruppe

Mitarbeiter und leitende Mitarbeiter bei Investmentgesellschaften, die die Themen Risikomanagement und Risikocontrolling verantworten bzw. in diesen Bereichen tätig sind. Darüber hinaus sind alle Marktteilnehmer benachbarter Institutionen wie Banken und Beratungsgesellschaften angesprochen, die einen fokussierten Einblick in die MaRisk für Investmentgesellschaften benötigen.

Referenten

Dr. Andreas Schmidt-von Rhein
Dr. Andreas Schmidt-von Rhein

Dr. Andreas Schmidt-von Rhein ist seit September 2014 Leiter Risikomanagement und Mitglied der Geschäftsleitung in der FEREAL AG (Bad Homburg), in der die Alternative Investment-Aktivitäten der FERI-Gruppe gebündelt sind. Zuvor leitete er die Bereiche Risikomanagement und Portfolioanalyse in der Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim (Köln). Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Fragen der Strategischen Asset Allocation, der Investmentprozessanalyse und des Investmentcontrollings. Herr Dr. Schmidt-von Rhein studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Banken bei Prof. Dr. Rehkugler, Universität Freiburg. Er ist stellvertretender Vorsitzender des BVI Ausschusses "Risikomanagement und Performance" und Mitglied des GAMSC (German Asset Management Standards Committee, Nachfolger der DVFA-Kommission für Performance Presentation Standards).

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